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an alle kältemuffel da draussen: wir steuern bereits auf die letzte jännerwoche zu, das bedeutet: der sommer rückt immer näher! bis dahin geht trotzdem raus und wärmt euch in den vielen konzertlocations auf! was ihr diese woche auf den bühnen in wien entdecken könnt, erfährt ihr nachfolgend.

die arena geht mit guten beispiel voran und beschert euch am montag ein, nennen wir es, interessantes konzert: „chrome & helios creed“ gibts dort zu begutachten. wer psychodelischen avantgarde-noise-punk mag, ist dort bestens aufgehoben.

der dienstag wird definitiv ein sehr guter konzerttag: richtig schönen, authentischen oldschool-punk gibt es in der arena von „the vibrators“ – sollte man nicht verpassen! ebenfalls wie aus einer anderen epoche klingen „the morlocks„, die sich im chelsea die ehre geben werden und euch ihren 60ies-rocknroll um die ohren jagen werden. auch für die hip hopper unter euch gibts endlich wieder einen guten programmpunkt: „die fantastischen vier“ bespielen nämlich endlich wieder mal die stadthalle.

ich persönlich freu mich so sehr auf mittwoch! da musizieren nämlich „me + marie“ im b72. und das wird super! ebenfalls super wird „rambo rambo rambo“ im chelsea. der bandname wirkt auf den ersten blick vielleicht etwas wild, aber hört mal hier rein, und ihr werdet die gruppe lieben! wer lust hat, sich ausreichend zu punkrock zu bewegen, der möge sich ins bach begeben und der band „the movement“ sein gehör schenken. abseits davon: „sido“ spielt in der ausverkauften arena.

seid ihr „tv noir“ fans? der moderator dieser sendung heißt „tex“ und ist selbst auch musikalisch aktiv und wird am donnerstag ein wunderbares set im chelsea zum besten geben. reinhören kann mal schon mal hier. so gut! ausserdem: „rainer von vielen“ bespielt das b72, „doug andrews„, „florian ostertag“ und „mary broadcast“ sind im rahmen von „songcircle wien“ im kramladen zu hören und im polkadot gibts „peda mit palme“ auf die ohren.

es ist ein bisschen gemein, am freitag sind tausend gute sachen! first things first: das „ja ja ja festival“ geht im wuk über die bühne und ist meine absolute empfehlung! zu hören gibts dort nämlich „gundelach„, „chinah„, „axel flovent“ und „have you ever seen the jane fonda aerobic vhs?“ – bands die man noch nicht kennt, aber die definitiv gut werden, weil menschen diese künstler ausgewählt haben, die richtig ahnung von guter musik haben. deswegen wisst ihr was zu tun ist. ich kanns euch aber auch nicht verübeln wenn ihr zu „please madame“ und „siamese elephants“ ins chelsea pilgert, wird vermutlich ebenfalls großartig! und als wenn das nicht genug wär, ist auch die grelle forelle ein heißer tipp, denn dort kann man unter anderem die gute „mavi phoenix“ live on stage erleben – alles im rahmen der red bull music academy und ihrer falco-gedenkwoche.

ja, auch am samstag gibts programm! für alle verschmusten, stillen träumer gibts „jose gonzalez“ im gasometer zu begutachten. und wer es lieber temperamentvoll und dreckig mag, der schmeisst sich ins venster99 zu „iron snag joe„, „bonjourtropfen“ und „kid louie„.

last but not least: gratulation an alle, die ein ticket für „yung hurn“ im wuk ergattert haben. ich würd auch gern hin, war aber zu langsam. alternativprogramm gibts im chelsea: „alpha romeo“ und „tommy wieso & agnes deshalb“ werden euch mit feinster dialektmusik beglücken!

hard facts:
23.01.2017 / chrome / arena / vvk: 18,10 euro (via öticket)
24.01.2017 / the vibrators / arena / vvk: 15,90 euro (via öticket)
24.01.2017 / the morlocks / chelsea / vvk: 15 euro (via ntry)
24.01.2017 / die fantastischen vier / wiener stadthalle / vvk: sitzplatz 61 euro (via öticket)
25.01.2017 / me + marie / b72 / vvk: 16,90 euro (via öticket)
25.01.2017 / rambo rambo rambo, form / chelsea / vvk: 8 euro (via soundbase)
25.01.2017 / sido / arena (ausverkauft)
25.01.2017 / the movement, portobello express / das bach / vvk: 13,20 euro (via öticket)
26.01.2017 / tex solo / chelsea / vvk: 15 euro (via tvnoir)
26.01.2017 / rainer von vielen / b72 / vvk: 13,20 euro (via öticket)
26.01.2017 / doug andrews, florian ostertag, mary broadcast / kramladen (n/a)
26.01.2017 / peda mit palme / polkadot / FREIWILLIGE SPENDEN
27.01.2017 / jajaja festival / wuk / vvk: 18 euro (via ntry)
27.01.2017 / please madame, siamese elephants / chelsea / vvk: 11 euro (via ntry)
27.01.2017 / red bull music academy „junge römer“: mavi phoenix u.a. / grelle forelle / vvk: 16,50 euro (via öticket)
28.01.2017 / jose gonzalez / gasometer / vvk: 34,40 euro (via öticket)
28.01.2017 / iron snag joe, bonjourtropfen, kid louie / venster99 (n/a)
29.01.2017 / alpha romeo, tommy wieso & agnes deshalb / chelsea / ak: 10 euro
29.01.2017 / red bull music academy „junge römer“: yung hurn / wuk (ausverkauft)

spotlight | ja ja ja festival

nicht erst seit gestern wissen wir, dass musik aus dem norden von enormer qualität strotzt. ebenfalls wissen wir, dass das reisen in den norden nicht ganz billig ist. wie sollen wir also in den genuss von live-musik aus island, norwegen, finnland, schweden und dänemark kommen, ohne uns in den ruin zu stürzen? ganz einfach: einmal im jahr (nämlich immer ende jänner) das ja ja ja festival im wuk besuchen. ist leistbar und von qualität – jackpot!

was euch erwartet? zum beispiel eine band, mit einem sehr langen bandnamen: „have you ever seen the jane fonda aerobic vhs“ sind aus finnland und machen ganz großartigen, kratzigen garage rock. der krasse gegensatz im line up nennt sich „chinah“ – diese gruppe kommt aus dänemark und hat sich dem elektropop und einer hauchzarten stimme verschrieben. ebenfalls im elektronischen pop-bereich tummelt sich „gundelach„, ein norwegischer künstler, der einprägsame, druckvolle tunes zaubert. last but not least befindet sich auch noch „axel flovent“ aus island im line up. man darf sich auf klassische singer-songwriter-musik mit einem schönen weichen gesangsorgan freuen!

27.01.2017 / ja ja ja festival im wuk / vvk: 18 euro (via ntry)




spotlight | me + marie

wie ich auf „me + marie“ gekommen bin, weiß ich gar nicht mehr so genau. der bandname sprach mich einfach an, ich sah ihn überall ein bisschen aufpoppen (zuletzt im line up des eurosonic festivals) und nach erstem reinhören wusste ich: genau mein geschmack. reduziert und trotzdem kräftig und stark, eine kantige, etwas schroffe gitarre, immer ein rhythmus vorhanden, der einen bei der hand nimmt und mitzieht und das wichtigste: melodie. nämlich eine von der sorte, die melancholie nicht verzweifelt herausschreit, sondern diese als selbstverständlichkeit einfach über die töne darüberlegt.

25.01.2017 / me + marie im b72 / vvk: 16,90 euro (via öticket)



on air | chilibox radio feat. wienkonzert | podcast vom 19.01.2017

die siebzehnte episode war gleichzeitig auch die erste im neuen jahr. „chilibox“ und „wienkonzert“ hatten diesmal besonders tolle gäste an bord, nämlich marco pogo und fredi füzpappn von „turbobier„, die uns vorab on air ins neue album „das neue festament“ (vö: 27.01.2017) hören lassen haben.

nochmal die eckdaten: die chilibox crew und wienkonzert haben einmal im monat einen sendeplatz zur verfügung; nämlich jeden dritten donnerstag auf radio orange 94.0 von 22:00 bis 23:00 uhr. über funkwellen in wien, über livestream und handyapp auf der ganzen welt zu hören.

den podcast zum nachhören gibts hier:

die nächste radiosendung findet am 16.02.2017 von 22:00 bis 23:00 uhr statt.
im studio wird uns die band „rammelhof“ beehren!

konzert #3: grossstadtgeflüster @ grelle forelle | 13.01.2017

grossstadtgeflüster waren mir vor allem ende der 00er-jahre ein begriff: mit „ich muss gar nichts“ waren sie von keiner indie-electronica-party wegzudenken und wirklich jeder konnte den einprägsamen text mitgröhlen. für mich persönlich blieb das auch über lange zeit so – andere songs von der gruppe? kannte ich nicht und zugegeben: interessierte mich auch nicht. erst mit „fickt-euch-allee“ veränderte sich der bekanntheitsgrad der deutschen band und plötzlich waren sie wieder in aller munde. „ich hör euch nicht ich bin in meinem wochenendhäuschen in der fickt-euch-allee, wo ich auf der veranda meine eier schaukle“ – diese textzeile allein reichte mir um beim zusatzkonzert dabei sein zu wollen. die vergangenen gigs verpasste ich immer, diesmal war der zeitpunkt genau richtig. und ausserdem war ich noch nie auf einem konzert in der grellen forelle – die gelegenheit war perfekt und der freitag abend gerettet.

bevor das spektakel aber startete, musste ich mich eine runde gruseln. schon als wir mit der ubahn auf dem weg richtung spittelau waren, spürte ich kalten schauer auf meinem rücken: würde ich diesmal zu grellen forelle finden ohne mich zu verlaufen? würde mich die totenstille neben dem donaukanal erfürchtig erstarren lassen? meiner meinung nach ist die gegend rund um die parkhaus anlage, der grellen forelle und dem werk direkt neben dem gewässer der perfekte ort für reale horrorfilme. just sayin. letztendlich ging aber alles gut und ich fand mich später an der bar an einer knapp 5-euro-teuren-limo nippen. man gönnt sich ja sonst nichts.

die location füllte sich relativ schnell, ich und meine begleitung konnten mit mühe noch einen platz in der zweiten reihe hinter zwei zwölfjährigen jungs ergattern. einige augenblicke später stand auch schon „grossstadtgeflüster“ auf der bühne. ein stroboskopgewitter brach herein, der partymood wurde förmlich jeden aufs auge gedrückt, von null auf hundert in wenigen millisekunden: so präsentierte sich die gruppe dem publikum. und: es wurde wohlwollend angenommen.

anfangs noch mit grüner adidas-weste bekleidet, entledigte sich sängerin jen bender dieser schnell. es war schließlich ziemlich warm im club und das ungenierte vodka trinken aus der flasche direkt vor der jungen anhängerschaft tat wohl sein übriges dazu. die partymaschinerie dampfte vollgas dahin, man fühlte sich vereint mit der elektropop-band, da sich der raum doch als sehr eng erwies und die lichtstäbe an der decke nochmal ein bisschen drückten und diesen ort kuscheliger machten.

garniert war der auftritt natürlich – abseits der partytauglichen setlist – mit zahlreichen highlights: ein song zum beispiel wurde von keyboarder raphael schalz performt, mit gold-glitzer-mantel und marsimoto-ähnlicher-pitch-stimme. die selbstgebaute konfetti-maschine, die man eventuell noch ein bisschen pimpen sollte, wurde bejubelt wie auch die grandiose idee, knicklichter ans publikum zu verteilen. manchmal erinnerte mich das treiben ein bisschen an die anfangszeiten von deichkind – tanzbare sounds mit teils wirklich gut durchdachten texten und der diy-bühnen-zirkus, das spricht die menschenmenge schon an. kein wunder dass auch dieses zusatzkonzert restlos ausverkauft war.

das einzige, was mich persönlich etwas störte: der humor a la mario barth. man muss wirklich ein freund davon sein. und: wenn sich kids im publikum befinden, sollte man vielleicht doch ein bisschen an vorbildwirkung denken. das geschlechtsverkehr-wort kommt zwar in einigen songs vor und darf auch gerne gesungen werden, aber man muss es ja nicht bei den zwischenansagen aufs übelste ausreizen. gilt auch fürs trinken. ansonsten top! songhöhepunkte? natürlich die klassiker „ich muss gar nichts“ und „fickt-euch-allee“ aber auch das neuere „ich boykottiere dich“ haute richtig rein. was ebenfalls reinhaute: meine letzte beobachtung an der bar. ein typ, der sehr stark alkoholisiert war, ließ es sich nicht nehmen, sämtliche damen und (!) herren anzusprechen. und einmal, cool und lässig an der bar lehnend, haute es ihn buchstäblich um und er kämpfte damit, wieder aufzukommen. hilfe? wollte er nicht annehmen. ein schauspiel! ansonsten war alles gut. alle schienen glücklich und zufrieden nach dem gig. und ich, ich zog weiter. es war eine early show und der abend war noch jung! fortsetzung folgt.

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konzert #2: steaming satellites @ metropol theater | 12.01.2017

mein großes motto für 2017? konzertorte besuchen, an denen ich noch nicht war. deswegen war es auch klar, die steaming satellites im rahmen ihrer ‚acoustic space odyssey‘ im wiener metropol sehen zu müssen. denn: wie oft kann man schon gigs in theatersälen begutachten?! eben, so gut wie nie! gemeinsam mit einer freundin machte ich mich auf den weg zu dieser bildhübschen location. der innenraum erinnerte mich ein bisschen an das theater am spittelberg, da es ähnlich aufgebaut war. aber bevor wir diesen ort weiter auskundschaften konnten, mussten wir uns zuallererst mal akklimatisieren, die getränkekarte studieren und überlegen, welcher platz denn sicht- und soundtechnisch am besten geeignet sei.

meine erwartungen waren diffus: einerseits glaubte ich ein komplettes akustik-set zu gehör zu bekommen, andererseits hoffte ich dennoch auf ein kräftiges stromgitarreninferno. immerhin war es ein stehkonzert, meine befürchtungen nicht aufhüpfen zu können waren schon mal unbegründet. bewegung gehört für mich einfach zu jedem konzert, egal ob ruhig oder mitreissend.

eine halbe ewigkeit später war es endlich soweit und die steaming satellites spazierten aufs bühnenparkett. mit „rocket“ starteten sie und rissen wohl alle anwesenden aus ihrer hoffnung, einen romantischen akustik-abend zu verbringen. der zusatz „space odyssey“ bedeutete dann wohl, dass solche abenteuer ohne strom anscheinend keinen spass machen, sondern genau deswegen erst recht laut sein müssen. irgendwie war ich kurz enttäuscht, aber als mit „witches“ der erste große hit kam, war alles vergessen. die steaming satellites dürfen das einfach, an einem vermeintlichen akustik-abend die e-gitarre auf anschlag aufdrehen. punkt, aus, ende!

während den ersten paar songs schlich ich rund um die bühne herum, später wollte ich wieder etwas weiter nach hinten, weil ich dachte, dort das konzert besser erleben zu können. denkste. es war so unglaublich voll, sich durchzuquetschen verlangte einem viel fingerspitzengefühl ab und mit meiner geringen körpergröße konnte ich das geschehen nur erahnen. deswegen beschlossen wir abermals den weg richtung bühne auf uns zu nehmen und siehe da – da war tatsächlich unglaublich viel platz – und: der sound war auch sehr gut (tolle idee, die boxen im halbkreis zu montieren – thumbs up!).

für die band selbst schien dieser abend ein testlauf zu sein – einen block voller neuer nummern durften wir genießen und auf uns einprasseln lassen. auch die zwischeninfo einer neuer ep fand wohlwollenden anklang. und überhaupt: egal was die band machte oder sagte, alles stieß auf große begeisterung. apropos begeisterung: interessant waren auch die vielen, verschiedenen tanzstile, die sich während dem gig heraus kristallisierten. während sänger max mal wieder bewies der weltmeister im boden-stampfen zu sein, so konnten die damen der ersten reihe besonders gut mit ihren händen und armen gestikulieren. ich war entzückt – soviel emotion auf und vor der bühne, konnte da noch eine steigerung kommen?

aber natürlich! „honey“ als letzter song vor dem zugabenblock leitete alles ein für das große finale. die erste zugabe-nummer „how dare you“ setzte neue maßstäbe – wirklich jeder im raum beherrschte den text. spätestens beim refrain, als wirklich alle menschen in diesem raum dieses lied trällerten, wusste man, dass es nun nicht mehr besser werden konnte – das war der höhepunkt, der moment der absoluten einigkeit, auf den alle warteten. mir wurde warm ums herz; wie schön es doch ist, wenn alle konzertbesucher gemeinsam ein lied singen.

mit „nothing’s for free“ endete der auftritt der salzburger band im wiener metropol theater. begeisterung, jubel, applaus – das volle programm. wieder einmal haben es die herrschaften bewiesen, wieviel größe in ihnen steckt. man darf sich wirklich schon auf die neue, keyboard-lastige ep und weitere auftritte freuen!

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konzert #1: buntspecht @ cafe carina | 10.01.2017

ihr kennt das: draussen ist es eisig kalt, finster, ungemütlich…wer verlässt da schon freiwillig das haus? hatte man ausserdem noch einen anstrengenden tag, ist halli galli am abend wirklich nicht bei den wunschaktivitäten zu finden. auch mir ging es an jenem tag so. minus zehn grad, bitterkalter wind… sollte ich das erste konzert, das ich mir vorgenommen hab, wirklich sausen lassen und stattdessen gemütlich einen film schauen und im bett dösen? ich war wirklich knapp davor…

schließlich raffte ich mich doch auf, denn es gab einige (gute) gründe diesen ersten gig im neuen jahr wahrzunehmen. erstens: ich war noch nie im cafe carina auf einem konzert. zweitens: die band „buntspecht“ war bei der sofar sounds session so gut, dass ich sie einfach wiedersehen musste. drittens: zuhause vergammeln kann ich, wenn ich (richtig) alt bin!

angekommen in dieser mir noch unbekannten location staunte ich nicht schlecht: es war gerappelt voll! im ersten moment dachte ich, ich muss wieder den heimweg antreten, denn man konnte kaum einen schritt machen, so unendlich viele menschen waren anwesend. aber jetzt war ich schon mal da, also konnte ich nicht einfach gehen ohne etwas erlebt zu haben. ich versuchte mich durchzukämpfen und schaffte es dann tatsächlich bis in die zweite reihe. die erste reihe war nämlich schon besetzt und zwar von sehr jungen mädchen, die ihren gesprächen nach zu entnehmen gar nicht wussten, dass und vor allem welche band auftreten würde.

es dauerte eine gefühlte ewigkeit bis es endlich los ging, aber als der bunte haufen dann auf der bühne war, war ich (wieder) hin und weg. sie hatten ein unheimlich tolles, gemeinschaftliches auftreten obwohl sie erst seit einigen monaten existieren. begonnen hat alles mit einem kleinen gedicht, welches der melodica-spieler vorgetragen hatte. dann ging es fließend über zur musikalischen darbietung und ich fühlte mich sofort in eine andere welt entführt. irgendwo zwischen strassenmusik, gartenfest, jamsession und festlichem theater-konzert, da platzierte sich die band „buntspecht“. mal beschwingt, mal etwas ruhiger aber immer mitreissend und witzig. textzeilen wie „ich bin ein romantiker, aber ein grantiger“ waren so prägnant, dass ich nach liedende immer noch darüber schmunzeln musste.

„buntspecht“ schafften es anhand ihrer bühnenpräsenz und der deutlichen sprache etwas zu kreieren, dass ich schon lange nicht mehr erlebt hatte. der auftritt entspannte mich nicht nur, er ließ mich auch gleichzeitig über die genialität der texte nachdenken (für gewöhnlich denke ich während einem konzert niemals über texte nach). ausserdem fand ich den cello-spieler einfach nur unglaublich großartig. noch nie habe ich jemanden gesehen, der sein instrument derart vergöttert und so hingebungsvoll und mit leidenschaft spielt, dass der cellobogen beinahe zerstört wurde. zusätzlich hatten sie für einige songs einen saxophon-spieler am start, der dem ganzen folk-gypsy-swing-gebilde nochmal eine große portion drive einverleibte (den videobeweis gibts hier).

nicht nur ich genoss diesen schönen auftritt, auch die restliche menschenmenge im cafe carina konnte ihre begeisterung kaum in zaum halten. bei einer derart unbekannten band so lauten, mit jubel unterlegten applaus zu hören, war ein wirklich schöner moment. garish und 5/8erl in ehrn können sich warm anziehen, wenn buntspecht erst mal richtig durchstarten!

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musicmonday | bilderbuch – „bungalow“

der heutige song bzw das heutige video ist seit der veröffentlichung am 06.01.2017 aus den „youtube trends“ nicht wegzudenken. erst sein wenigen tagen online und der neue hit „bungalow“ von „bilderbuch“ hat bereits über 300.000 klicks zu verzeichnen. falls das lied aus unerklärlichen gründen bis dato an euch vorübergegangen ist, dann sollte sich das mit dem heutigen tag nun hoffentlich geändert haben.

verantwortlich für die umsetzung des videos sind antonin b. pevny, der bereits das video zu „maschin“, „plansch“ und „om“ produziert hat, und elizaveta porodina. ähnlich wie bei den vergangenen videos wird auch diesmal wieder viel auf reduktion, farbe, formen und wiedererkennungswert gesetzt. als zusätzlichen bezug für den zuseher wurden die „grundbedürfnisse“ des modernen menschen in fokus gesetzt und zwar in form von einer katze und dem immer präsenten handy. kein wunder also, dass wir uns angesprochen fühlen. zudem ist der song selbst viel mehr mainstream und gar nicht so eckig und kantig geworden, als angenommen und hat somit noch eine breitere masse begeistert, als es die band ohnehin schon macht.

„bungalow“ ist vorbote für das am 17.02.2017 erscheinende album „magic life“.

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das konzertjahr kommt langsam, aber doch endlich mal in die gänge. ein paar wunderbare gigs hat diese woche in petto, welche davon ihr nicht verpassen solltet, erfährt ihr in den nächsten zeilen! here we go!

am montag gehts los mit einem konzert von „max mutzke“ im porgy & bess – leider schon ausverkauft.

ebenfalls mittlerweile ausverkauft: der gig von „lee fields & the expressions“ am dienstag im chaya fuera.

keine sorge: für die konzerte am mittwoch gibts noch tickets! zur auswahl: zum beispiel „malky“ im b72, der mit seinen behutsamen sounds zum träumen einlädt. ein bisschen schwungvoller wirds im rhiz bei „half girl“ – hört mal hier rein und überzeugt euch selbst! und sonst so? im chelsea gibts „horny woman“ (sucht ihre musik über ihre facebookseite und nicht über youtube, gut gemeinter tipp!) und „death before digital“ auf die ohren, gleich nebenan im loop trällert „camilla glück“ für euch und im auch nicht weit entfernten kramladen stehen „mandao trio“ für euch auf der bühne.

weiter gehts im programm und zwar mit einem ganz zauberhaften konzert am donnerstag: „conor oberst“ gibt sich die ehre im museumsquartier. ähnlich verträumt wirds im chelsea bei „shane ó fearghail„. wer zum feierabendbier schöne live-beschallung will, der findet mit „miles ahead music“ im polkadot seinen bestimmungsort. und alle, die auf frank turner, gaslight anthem und konsorten stehen: ab ins bach zu „sam alone & the gravediggers„! ist bestimmt genau euer fall! und, falls ihr zuhause bleibt, müsst ihr um 22 uhr radio orange 94.0 einschalten: chilibox feat. wienkonzert begrüssen am donnerstag die herren von „turbobier“ im studio.

am freitag gibts wohl für jeden geschmack etwas: mitgröhlen, pogen und bier trinken geht besonders gut im gasometer bei den „dropkick murphys„, ein bisschen – vermutlich – gesitteter gehts in der szene ab, wenn „mayburn“ album release feiern, noch eine stufe softeren rock gibts im venster99 bei „cry baby“ und wem nach schmusen ist, der sollte das chelsea aufsuchen und „luke elliot“ sein gehör schenken.

wie bereits im spotlight-bericht angekündigt, ist der place-to-be am samstag die ottakringer brauerei! denn dort steigt das „fm4 geburtstagsfest„. nur wie es aussieht, habt ihr alle schon brav eure eintrittkarten gekauft, denn heute sagt die ticketwebseite, dass die party ausverkauft ist. hui! als einzige party-alternative mit live-band würde ich euch den weberknecht empfehlen und die dort auftretende truppe „skatapult„.

last but not least tut sich auch am sonntag einiges! „i heart sharks“ rocken im b72, „kevin devine“ wird im chelsea begeistern und im cafe7stern gibts ein wohnzimmerkonzert von „fin“ und „cincin„. schöne woche euch allen!

hard facts:
16.01.2017 / max mutzke / porgy & bess (ausverkauft)
17.01.2017 / lee fields & the expressions / chaya fuera (ausverkauft)
18.01.2017 / malky / b72 / vvk: 18 euro (via öticket)
18.01.2017 / half girl / rhiz / vvk: 9 euro (via soundbase)
18.01.2017 / horny woman, death before digital / chelsea / vvk: 8 euro (via soundbase)
18.01.2017 / camilla glück / loop / (n/a)
18.01.2017 / mandao trio / kramladen / ak: 8 euro
19.01.2017 / conor oberst / museumsquartier / vvk: ab 39 euro (via psimusic)
19.01.2017 / sam alone & the gravediggers / das bach / vvk: 11 euro (via öticket)
19.01.2017 / shane ó fearghail / chelsea / ak: 10 euro
19.01.2017 / miles ahead music / polkadot / FREIWILLIGE SPENDEN
20.01.2017 / luke elliot / chelsea / vvk: 16,90 euro (via öticket)
20.01.2017 / dropkick murphys / gasometer / vvk: 36,70 euro (via öticket)
20.01.2017 / mayburn / szene / vvk: 13,50 euro (via öticket)
20.01.2017 / cry baby uvm. / venster99 / (n/a)
21.01.2017 / fm4 geburtstagsfest / ottakringer brauerei (ausverkauft)
21.01.2017 / skatapult / weberknecht / ak: 10 euro
22.01.2017 / i heart sharks / b72 / vvk: 17 euro (via öticket)
22.01.2017 / kevin devine / chelsea / vvk: 17 euro (via öticket)
22.01.2017 / fin, cincin / cafe7stern / (n/a)

spotlight | fm4 geburtstagsfest

habt ihr schon mal den wikipedia-eintrag zum begriff „geburtstag“ gelesen? darin steht folgendes: „ein weit verbreiteter brauch ist es, seinen geburtstag mit freunden und verwandten zu feiern. in vielen ländern ist es außerdem verbreitet, die person zu beschenken. genauso gibt es auch den brauch, dass eine person an ihrem geburtstag anderen etwas schenkt. ein weiterer stark verbreiteter geburtstagsbrauch ist, einen kuchen oder eine torte mit genau der dem geburtstag entsprechenden anzahl an kerzen zu verzieren.“

mein lieblingsradiosender fm4 feiert sein 22-jähriges bestehen und macht das so, wie es im wikipedia-artikel steht: es wird ein fest mit allen freunden von fm4 zelebriert! beschenken tut uns der radiosender mit einem wundervollen live-programm und eine torte gibts auch. um dabei zu sein, muss man lediglich ein geringes entgelt zahlen, so dass die künstler sich was zum essen kaufen können. klingt auf jeden fall nach einem guten deal für uns geburtstagsgäste, oder?

on stage gibt es diesmal viel zu entdecken, zum beispiel die italiener „fil bo riva„, die mit dem song „franzis“ einen ziemlichen ohrwurm-hit gelandet haben. zum tanzen lädt die truppe „yalta club“ ein – hört ihr einmal den song „love“ könnt ihr gar nicht anders, als euch dazu zu bewegen. auch von der österreichischen front sind einige künstler am start: „ankathie koi“ mit ihrem neuen, fabulösen song „little hell“ wird uns vermutlich nicht nur musikalisch einheizen. warm wird uns vor allem, weil es soviel musik zum abgehen gibt: „camo & krooked“ zum beispiel, werden nicht nur mit „if i could“ zu dancemoves verführen. auch „dj mad“ von den beginnern wird euch einige hüftschwünge abverlangen – garantiert! und falls ihr danach noch weiterziehen wollt, könnt ihr euch bei „kommando elefant“ die nötige inspiration holen, und den song „in all den abgefuckten clubs“ studieren. weiters im line up vertreten: gerard, gudrun von laxenburg, kimyan law, mighty oaks, schnipo schranke und view!

die ganz genauen infos erfährt ihr natürlich bei radio fm4. für alle, die bereits wissen, dass sie nicht dabei sein können: es wird live-tweets von wienkonzert geben unter dem offiziellen hashtag #fm4fest. twittert mit!

21.01.2017 / fm4 geburtstagsfest in der ottakringer brauerei / beginn: 20 uhr / vvk: 32,40 euro (via öticket)