ein spannendes line up lockte rund 200.000 besucher:innen von 11. bis 14. juni auf die pannonia fields ii in nickelsdorf.

schon tage davor war meine freude, endlich einmal the cure live erleben zu können, riesig. es standen noch zahlreiche weitere bands auf meiner „want to see“-liste. die taschen waren gepackt, das auto zum darin nächtigen vorbereitet. diesmal fehlte wirklich nichts für einen „entspannten“ viertägigen aufenthalt beim nova rock festival.

tag 1: das wetter war perfekt. ein paar wolken und angenehme temperaturen tagsüber. und weil es vor dem ersten offiziellen festivaltag noch etwas geregnet hatte, war noch wenig staub in der luft.

doch schon bei der ankunft auf dem gelände fühlte ich mich einfach nur kaputt. dazu leichte kopfschmerzen. „kein ding. das wird schon bald wieder gut sein“, dachte ich mir, als ich mein festivalband abholte und meine ersten schritte auf das gelände machte.

schnell durch die „vergnügungszone“ mit bungee, riesenrad, rollschuhdisco und dj-gaudi. da und dort ein foto geknipst. mein ziel: die blue stage, auf der gerade black veil brides spielten. diese wollte ich mir kurz ansehen und hoffte insgeheim, dass ihre mischung aus alternative metal, metalcore, goth rock, gewürzt mit einer prise glam metal, die müdigkeit und die kopfschmerzen vertreibt. der auftritt war solide, die stimmung vor der bühne gut, mein zustand blieb unverändert.

dann die idee: vielleicht brauche ich ja einfach nur mal ein bierchen?! also bier gekauft, und dann hörte ich schon die nächste band, die ich auf meiner „want to see“-liste hatte: feine sahne fischfilet. und sie waren, wie erwartet, ein echtes highlight. viele fans, beste stimmung und eine wirklich mitreißende show. ob es das bier war oder der großartige auftritt von fsf – die kopfschmerzen waren vergessen. doch von fit war ich weiterhin weit entfernt.

also ließ ich tom morello aus und schlenderte kreuz und quer über das gelände. viele menschen, gute laune, alle ziemlich entspannt. dann war es zeit für die nächste band, auf die ich wirklich sehr gespannt war, nachdem ich erst im mai john lydon alias johnny rotten mit seiner band public image ltd. in wien erleben durfte: die sex pistols featuring frank carter.

ich denke, ich war nicht die einzige, die nicht so wirklich beeindruckt war vom auftritt. sie waren gut, keine frage, aber das waren nicht diese legendären sex pistols, die man sich so vorstellt. in manchen augenblicken wirkte frontmann frank carter eher wie ein bandmitglied von oasis als wie jemand in einer punkband. vor der bühne machten die menschen brav mit, tanzten und streckten die hände in die höhe, doch ein stück weiter hinten wirkte es, als würde man sich ein wenig langweilen. vielleicht lag es aber auch an mir – ich fühlte mich unglaublich erschöpft.

darum entschied ich mich dann auch, eine kurze pause im auto einzulegen. etwas essen, wasser trinken, rasten. ich wollte auf jeden fall noch volbeat sehen.

und habe sie verschlafen.

die nacht war nicht erholsam – das auto ist doch etwas zu eng, um darin zu übernachten – und am nächsten morgen waren sie wieder da: die kopfschmerzen. und dieses gefühl, keinen weiteren tag ohne zusammenbruch zu überstehen.

tag 2: eigentlich wollte ich diesen tag mit six feet under auf der red stage beginnen. doch nachdem ich mit einem ganz lieben menschen etwas geplaudert hatte und dieser meinte: „fahr lieber heim, ich will dich nicht im sanitäterzelt am tropf hängend auffinden“, war es beschlossen: ich werde keinen weiteren tag auf dem wundervollen nova rock festival verbringen.

heimreise. einige tage erholung.

die enttäuschung bleibt noch ein wenig, doch sie wird von der vorfreude auf das kommende nova rock festival – mit den ärzten als ersten bekannten headlinern – schön langsam verdrängt.

ein großes dankeschön an barracuda music und wienkonzert. man sieht sich hoffentlich frisch und fröhlich beim nova rock 2027!

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