ziemlich überraschende musikdarbietungen und viele wahnsinnig aufmerksame menschen: die sofar sounds session, die kürzlich im wiener ankersaal über die bühne ging, hinterließ mächtig eindruck!

alles war anders, nichts war normal bei jener ausgabe der sofar sounds session. üblicherweise finden sessions in wohnzimmern statt, diesmal war es aber ein riesiger saal, der mit menschen gefüllt werden wollte. das anmeldeverfahren über die sofar sounds webseite war wie gewöhnlich, die chance aber diesmal unfassbar groß, dank ausreichend platzkapazität, an jenem abend teilnehmen zu können.

meine persönliche geschichte zu jener session beginnt aber anders: ich hatte mich nicht über die webseite angemeldet, stattdessen wurde ich wenige tage vorher von der sofar sounds leiterin gefragt, ob ich zum einem teilnehmen möchte und zum anderen ein sogenanntes instagram-takeover machen möchte – ich willigte ein, ohne mir darüber bewusst zu sein, was dieser arbeitsauftrag eigentlich bedeutete. als der tag dann da war, und ich drei stockwerke eine treppe nach oben gehen musste, welche freie sicht auf den untergrund gewährte, wurde mir mulmig. meine höhenangst, mein ständiger begleiter, machte mir die „anreise“ zur session im ankersaal nicht gerade einfach.

und schließlich war ich angekommen, war völlig durch den wind (im wahrsten sinne des wortes) und immer noch ein bisschen ängstlich aufgrund der höhe und hatte eigentlich gar keine ahnung, wie ich mein instagram-takeover gestalten sollte. meine vorbereitungszeit hatte ich nicht genutzt, und jetzt stand ich da, ohne plan. aber als ich etwas später den saal betrat und der ersten künstlerin „marie spaemann“ lauschte, konnte ich mich langsam wieder entspannen. dem entspannen folgte staunen, denn sie entpuppte sich als eine atemberaubende cellistin und sängerin.

spaemann benutzte ihr cello nicht nur für die üblichen spielweisen, sie produzierte auch einen beat, einen rhythmus mit ihrem instrument und bewegte sich nicht in klassischen gefielden, sondern in einer modernen, musikalischen welt. ihre glasklare stimme verlieh den liedern noch eine große portion ehrfurcht – kein wunder, dass das publikum mucksmäuschenstill war.

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spaemann legte schon so gut vor, dass es eigentlich egal war, wer als nächstes gekommen wäre. aber das nächste highlight folgte sehr rasch: es war der „schmusechor„. die chormitglieder tänzelten auf die bühne und eroberten die herzen aller anwesenden im nu. der grund: die coversongs waren besser als die originale, die sänger und sängerinnen hatten wahnsinnig gute stimmen und eine dame konnte sogar rappen! die draufgabe waren ihre rotten lippen, die sie sich extra aufgemalt hatten, um den schmusechor auch optisch gut zu präsentieren. ich war verliebt. wie cool kann eigentlich ein chor sein, und wie schön ist die chor-version von justin timberlakes „cry me a river“? ich wollte eigentlich gar nichts anderes mehr hören.

ich war aber immer noch mit dem instagram-takeover auf dem sofar sounds vienna – channel beschäftigt und konnte nicht 1000 mal „cry me a river“ hören, stattdessen musste ich meinem job nachgehen und die daheimgebliebenen mit schönen stories versorgen. aber: es folgte eine kleine pause während der umbauten zum dritten und letzten konzert und so konnte ich mir das handyvideo des genannten songs doch noch ca. 500 mal anhören. ich war wirklich addicted.

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zu guter letzt überraschten „yasmo & die klangkantine“ die sofar sounds session besucher. der halbstündige auftritt war ein ganz eng geschnürrtes best of, und weil best ofs immer soviele extrem gute lieder enthalten, war es auch kaum verwunderlich dass das publikum bereits während der ersten paar minuten aufhüpfte und ungehemmt tanzte. nun war diese session kein andächtiges sitzkonzert mehr, nun erlebten wir ein wirklich grandioses privatkonzert von einer der talentiertesten sprechgesangskünstlerin österreichs.

tja – und weil überraschungen die absolute stärke der sofar sounds sessions sind, stieß später auch noch der schmusechor zu yasmo und ihrer klangkantine, und zusammen lieferten sie eine mehr als grandiose performance.

am schluss versammelten sich alle mitwirkenden nochmal auf der bühne, ließen sich beklatschen und feiern und genossen sichtlich diesen besonderen moment der bisher größten sofar sounds session, die es jemals in wien gab. ich lud noch die letzten stories auf den instagram-kanal und machte mich danach auf den heimweg. es versteht sich von selbst, dass ich während meinem heimweg nochmals an die 500 mal die „cry me a river“-version des schmusechors hörte, oder? es war auf alle fälle eine wunderbare session, auch wenn ich den arbeitsaufwand meines instagram-takeovers ziemlich unterschätzt habe. wie auch immer – zieht euch die story gern rein, jeweils in den highlights von @sofarvienna und @wienkonzert gespeichert (and don’t forget to follow)!

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