monolink war im gasometer: ein audiovisueller traum aus beats, licht und bewegung.
es war so: ich hatte „monolink“ 2022 am primavera sound festival für etwa zehn minuten gesehen – bei tageslicht, ohne große wirkung. deswegen rechnete ich auch bei seinem auftritt im gasometer mit einem mittelmäßigen dj-set mit minimalem gitarreneinsatz.
doch was dann kam, überraschte mich komplett: auf der bühne schwebten drei massive felsen, die im laufe des konzerts durch den einsatz von licht immer wieder neu inszeniert wurden: mal von geometrischen formen durchzogen, mal mit monolinks gesicht bespielt, dann wieder in diskokugel-optik oder in sanft wellenförmigen bewegungen. alles war perfekt auf jeden beat abgestimmt. dieses lichtspiel war so präzise und gleichzeitig so hypnotisch, dass ich stellenweise einfach nur sprachlos zusah. es war eine wohltat fürs auge, diesem visuellen fluss rund um die felsen zu folgen.
aber auch der künstler selbst überzeugte auf ganzer linie. sein offensichtliches markenzeichen – der hut – wurde von vielen im publikum adaptiert. das beantwortete wiederum meine frage, die ich mir vor dem konzert gestellt hatte: warum liefen da so viele leute mit einem hut herum? um mir die sicht zu nehmen? oder vielleicht doch eher um seinen style nachzuahmen und anzuerkennen.
monolink wechselte mühelos zwischen mitreißendem dj, gitarrist und hingebungsvollem sänger. mal ruhig und getragen, mal intensiv und aufwühlend – und dann gab es wieder diese momente, in denen ein drop kam und der abend plötzlich club-energie annahm. wild, treibend, euphorisch. und alles eingebettet in diesen visuellen traum.
interessanterweise war es auch weiter hinten im publikum kein nachteil zu stehen, im gegenteil. dort entfaltete das lichtkonzept erst seine volle wirkung und machte das konzert zu einem gesamterlebnis.
ich jedenfalls tänzelte mich freudig durch das gesamte set. es war einfach schön, diesem konzert beizuwohnen, sich darin zu verlieren und sich mittragen zu lassen. dazu tanze ich gerne wieder.










