konzert #12: suzanne vega @ szene wien | 23.02.2014

seit ich zurückdenken kann, verfolgt mich suzanne vega schon mein ganzes leben lang. ich würde sogar behaupten, dass die songs „tom’s diner“ und „luka“ die ersten lieder waren, die mir im radio gefallen haben und auf die ich immer sehnsüchtigst gewartet habe. bis heute fasziniert mich die new yorkerin und deswegen habe ich mich unendlich auf das konzert gefreut.

zeitlich ziemlich perfekt kam ich in der szene wien an und begutachtete gleich mal den timetable. kein support, dafür beginn um halb 9 uhr abends. wartezeit gleich null. ich suchte mir ein plätzchen und dann ging es auch schon los.

suzanne vega betrat mit gitarre, ihrem gitarristen gerry leonard und einem zylinder-hut die bühne. und der erste song wurde auch mit diesem hut performt. eine sehr schöne geste, hat sehr respektvoll gegenüber dem publikum gewirkt. dann wurde dieser aber abgesetzt und in der anekdoten-kiste herumgewühlt. sie erzählte zu sehr vielen songs sehr nette geschichten, zum beispiel dass sie den song „gypsy“ für eine sommer-liebelei schrieb als sie 18 war und dieser typ erst vor zwei wochen auf einem ihrer konzerte war. man bedenke, die dame hat schon 55 jahre auf ihrem buckel!

unglaublich schöne songs gab sie zum besten, alte stücke sowie auch viele neue sachen. man merkte aber kaum, was nun „alt“ oder „neu“ ist, da ihre musik irgendwie ziemlich zeitlos ist. hätte sie nicht dazu gesagt, was vom neuen album ist und überhaupt, dass es ein neues album gibt (titel: tales from the realm of the queen of pentacles) hätten wohl viele menschen vermutet, dass es die songs schon immer gegeben hat.

die show war ein bisschen geprägt von kleinen missgeschicken: bei einem song sang sie gerade eine zeile mit den wörtern „falling down“ und plötzlich rollte alles zu boden, was sie auf dem umfunktionierten ablage-notenständer platziert hatte. bei einem anderen song traten wie aus dem nichts tonprobleme auf. suzanne vega brachte das zwar ein kleines bisschen aus dem konzept (text vergessen usw) aber sie ging höchst professionell damit um: gesicht verziehen und ein paar witze reissen! superwitzig und supersympathisch diese frau!

höhepunkte der show waren die songs „the queen and the soldier“, „luka“ und natürlich „tom’s diner“. ich heule nicht oft bei konzerten, aber beim song „luka“ war ich wirklich, wirklich, wirklich gerührt. was für ein schönes lied und mit welch einer tollen, sanften, weichen stimme sie es singt!

über zwei zugaben durfte man sich am ende noch freuen und dann entließ sie das publikum in die nacht. ein wirklich schöner, herzlicher abend mit einer ganz besonderen singer/songwriterin. hoffentlich bald wieder!




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