country-folk-vibes mit peter mcpoland in der szene – gute laune für alle.

ursprünglich wollte ich an jenem abend zu franz ferdinand ins gasometer, aber es war kein (preisgünstiges) ticket mehr zu bekommen. ich war deswegen nicht böse – ich hatte sie erst letztes jahr in berlin gesehen (mit dem allerbesten support act master peace) und war deshalb offen für etwas neues: nämlich für peter mcpoland in der szene.

support-act orlando bot die perfekte einstimmung für einen akustischen abend. er saß am klavier, spielte ganz behutsam und legte seine stimme sanft über die töne. einmal wurde er etwas lauter, beim billy-joel-cover „vienna“ – das musste sein, wenn er schon in wien spielt. insgesamt war er ein sehr angenehmer zeitgenosse, mit tollen songs und schönen anekdoten.

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ich hatte zwar bei peter mcpoland reingehört, aber wirklich vertraut war ich mit seiner musik nicht. ich hatte also eigentlich keine erwartungen. als er die bühne betrat, tat er dies zunächst allein mit seiner gitarre. beim zweiten song kam dann ein mitmusiker dazu und der eigentliche gig begann.

und was soll ich sagen: es war ein auf und ab. es gab songs, bei denen ich gut mitwippen und mich ein wenig darin verlieren konnte – bei denen ich die reduktion aufs wesentliche gefeiert habe und seine stimmfarbe mochte. es gab aber auch momente, in denen mich bestimmte elemente nicht abgeholt haben – zum beispiel dieses extrem schnelle, country-folk-hafte, die mundharmonika oder das teils sehr quietschende singen. ich weiß, dass er das für die abwechslung und die vielfalt einsetzt, doch seine überschwängliche energie hat mich dabei ein stück weit abgehängt.

doch bei diesem konzert ging es nicht nur um meine persönlichen präferenzen, sondern um das gesamtbild. das publikum war jedenfalls hin und weg. alle schauten andächtig, jubelten und filmten einzelne momente. man merkte, dass viele einfach da waren, um die akustische darbietung bewusst zu genießen. und ich war ein bisschen neidisch, dass ich die songs nicht so fühlen konnte wie die anderen.

ich verstand, warum man die musik von peter mcpoland mag. ich verstand auch, warum die stimmung so ausgelassen war und die leute so zufrieden wirkten. nur hatte die musik für mich persönlich nicht diese wirkung. und dabei wollte ich es so sehr. ich wollte offen sein und mich einlassen – aber letztlich waren es genau jene rhythmen, töne und instrumente, mit denen ich nicht warm wurde.

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