manchmal soll es einfach nicht sein – auch nicht mit persönlicher lieblingsmusik. toby whyle im club lucia.

ich liebe die musik von „toby whyle“. als ich ihn in den nuller-jahre mit seiner damaligen band „the beth edges“ entdeckte (die band, die ich am häufigsten live gesehen habe), war der klang seiner stimme genau das, was ich als soundtrack meines lebens gebraucht hatte. und als ich ihn dann auf dem waves festival 2025 wieder einmal erlebte, wusste ich, die neuen songs waren wieder genau meins und ich musste zur album-release-show pilgern!

und der abend der album-release-show begann eigentlich vielversprechend. ich war müde, aber ich hatte mich auf den club lucia gefreut. und als ich dann eine sitzgelegenheit erspähte dachte ich: umso besser! einfach entspannt ankommen, zuhören und den abend genießen.

doch die situation änderte sich leider ziemlich rasch: denn etwas später, noch vor konzertbeginn, nahm neben mir älteres publikum platz (offenbar verwandtschaft des sängers) und eine ältere dame rückte immer näher an mich heran, obwohl die sitzeplätze bereits ausgereizt waren. ausweichen war nicht möglich, und das hat die situation für mich unangenehm gemacht. aber ich versuchte das so gut es geht auszublenden und mit meinem schal eine schutzbarriere zu bauen.

den abend eröffnete „sophie hallberg“, eine sängerin die sich mal mit keyboard oder gitarre selbst begleitete. ihr set hat mich sofort abgeholt und speicherte mir ihren namen gleich mal in meine notizen-app.

aber dann entwickelte sich der abend in eine richtung, die ich nicht für möglich hielt. „toby whyle“ kam samt band auf die bühne und anfangs war ich noch zuversichtlich. aber schon bald legte sich so dichter bühnennebel über die protagonisten auf dem bühnenparkett, dass ich fast niemanden mehr erkennen konnte. die starke beleuchtung des nebels machte es zusätzlich schwierig, den fokus auf die bühne zu richten. ich merkte, wie anstrengend alles für mich wurde.

leider war auch der sound alles andere als gut: das schlagzeug war so dominant, dass die stimme von toby für mich oft in den hintergrund trat. gerade das hat mich enttäusch, weil ich mich so sehr auf die musik gefreut hatte. erschwerend kam hinzu, dass meine sitznachbarinnen immer wieder tratschten – sei es über ihre nächste getränkewahl oder wer als nächstes aufs klo geht. ich fand das so unangebracht und störend.

ich versuchte immer wieder alles störende irgendwie auszublenden, aber es ging nicht. am ende blieb für mich das gefühl, dass sich an diesem abend vieles nicht so zusammengefügt hatte, wie ich es mir erhofft hatte. das war der grund, warum ich das konzert dann auch früher verlassen habe… manchmal soll es einfach nicht sein.

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