ein abend mit the kooks: gute songs, gute laune, gemischte gefühle.
ich weiß nicht genau, was es ist, aber in letzter zeit wirken viele vorbands im gasometer auf mich wie ein bisschen zu viel: zu gewollt, zu beliebig, zu aufgesetzt. auch „girl in the year above“ hat für mich genau dieses gefühl ausgelöst. es fehlte etwas, das hängen bleibt.
ganz anders dann „the kooks„: als sie mit „always where i need to be“ den zweiten song anstimmten, war ich eigentlich schon drin. und ab diesem moment folgten die hits in genau den richtigen abständen: „she moves in her own way“, „bad habit“, „sweet emotion“, „junk of the heart“, „seaside“, „sway“, „shine on“ und „do you wanna“. ich wippte, sang mit, war mit meinen freundinnen in dieser vertrauten indie-blase und genoss einfach die gute alte musik.
und doch blieb da ein zwiespalt. das bühnenbild war extrem reduziert (also eigentlich war da nichts auf der bühne), die band fast schon unscheinbar inszeniert. immerhin brachte luke pritchard mit offenem hemd und viel bewegung etwas leben auf die bühne. die lichtshow war standard, aber schön. je länger der abend dauerte, desto stärker wurde das gefühl: das ist ein solides konzert – aber keines, das seinem preis (70 euro für einen stehplatz) wirklich gerecht wird.
ja, luke pritchard sang wirklich gut, ja, es gab ein paar kleine, feine anekdoten zwischen den songs – aber darüber hinaus blieb wenig, das überrascht oder wirklich berührt hätte.
am ende blieb ein abend, der sich auf nostalgie verlassen hatte. und das funktionierte – wenn man genau das gesucht hat. für mich war es ein schönes mitgrölen, ein vertrautes zurücklehnen in bekannte songs. aber im vergleich zu anderen gigs blieb es bei einem soliden durchschnitt. immerhin: ein durchschnitt mit vielen hits.
der zugabenteil mit „ooh la“ und „naive“ holte dann noch einmal alles aus mir heraus: mitsingen, mitgehen, kurz vergessen, dass da auch ein rest bleibt, der nicht ganz aufgeht.



