ein konzert fürs wohlbefinden: white lies in der ottakringer brauerei.
mein allererstes konzert der white lies war leider keine positive erfahrung – der sound war damals einfach nicht gut. jedes weitere konzert wurde dafür aber immer besser. deswegen ging ich auch mit gemischten gefühlen in die ottakringer brauerei: geht es weiter bergauf oder wiederholt sich irgendwann der erste eindruck?
wie auch immer: beim betreten der halle war die konzerthalle teilweise abgesperrt. man musste erst komplett durch den raum gehen, um dann entlang des absperrbands wieder auf die andere seite zu kommen. das kuriose: das absperrband wurde weggeräumt, sobald mehr menschen kamen. ich war völlig verwirrt – was sollte das denn?
die absperrbandthematik hatte ich bald verdrängt, denn mein fokus lag auf dem support-act des abends, like elephants. ich hatte die band ewig nicht mehr gesehen und mich sehr auf ihren auftritt gefreut. leider hat der sound in diesem raum diesmal nicht richtig für sie funktioniert: die stimme des sängers klang verwaschen und weit weg, und ihre ausufernden dreampop-melodien kamen einfach nicht richtig an. das stimmte mich ein bisschen traurig, und ich hatte angst, dass sich der nicht-so-gute-sound auf die hauptband übertragen würde und sich mein erster eindruck wiederholen könnte.
aber als white lies später die bühne betraten, war es sofort ein ganz anderes erlebnis. der sound war stark und klar, und sänger harry mcveigh baute mit seinen eindringlichen blicken und gesten sofort eine verbindung zum publikum auf. gleich als zweiter song ertönte der hit „farewell to the fairground“ – die menge war sofort gefangen in euphorie. die restliche band zeigte nicht viel ambition richtung bühnenshow, aber das lichtarrangement trug unendlich viel zur stimmung bei.
irgendwas machten sie im lauf des konzerts absolut richtig, denn ich konnte die musik durch und durch fühlen. mir war gar nicht bewusst, dass sie so viele hits im programm hatten. hymnensong für hymnensong fühlte ich mich mehr umarmt von ihrer musik, von ihrem dasein. und das obwohl auf der bühne eigentlich gar nicht viel passierte. einzig und allein harry mcveigh gestikulierte mit armen und händen, um die hymnen größer wirken zu lassen – und das gelang ihm! nicht nur ich war begeistert, auch das restliche publikum. wobei begeisterung vielleicht das falsche wort ist – das publikum war einfach glücklich. alle menschen im raum wirkten einfach unfassbar zufrieden und gut gelaunt.
zusätzlich zum wohlbefinden trug bei, dass die crowd super angenehm war und jeder ausreichend platz hatte, trotz ausverkauftem gig. und ich war mit zwei freundinnen vor ort, die die band ebenso feierten wie ich. gemeinsam macht es halt noch ein bisschen mehr spass!
am ende gingen wohl alle superglücklich aus der ottakringer brauerei: die white lies lieferten soviele schöne hits bei bestem sound, eine tolle lichtshow, und sie zogen menschen an, die einfach einen abend lang unbeschwert feiern wollten.









