ein abend beim fm4 geburtstagsfest: überfüllte floors, apres-ski-momente und voodoo jürgens.

das fm4 geburtstagsfest ist für mich jedes jahr pflicht. dieses jahr wollte ich hingehen, um es einfach nur zu genießen: mit freundinnen plaudern und einmal nicht daran zu denken, möglichst viele künstlerinnen für einen artikel sehen zu müssen. na gut, ihr erkennt es an diesem artikel, das ist mir nicht gelungen.

noch vor 10 jahren war ich vollblut-fm4-hörer, von früh morgens bis zum späten nachmittag. aber zu jener zeit befand sich der radiosender auch im umbruch: immer weniger indie-musik, immer mehr hip hop/deutsch rap bis hin zu deutsch-pop. mittlerweile ist das fm4 programm von mir doch etwas weiter weg, und vielleicht wollte ich deswegen „nur genießen“ und mich davor drücken, mich mit frischer musik auseinander zu setzen.

am weg zum fm4 geburstagsfest machte ich mir die mühe, zumindest einmal in alle künstlerinnen reinzuhören, kurz zu analysieren, wer gerade gehyped wird und mir daraus einen kleinen fm4-geburtstagsfest-guide zusammen zu stellen. mein erster fixpunkt sollte die band „cordoba78“ werden, denn da fand ich die stimme sehr angenehm. als ich mich auf den weg zum wohnzimmer-floor machen wollte, war ganz schnell klar: das wird nichts. der floor war bereits gesperrt. weder „cordoba78“ noch die nachfolgenden (und gehypten!) „lovehead“ sehen zu können, war hart. ich überlegte ob ich gleich alles hinschmeissen sollte, und sämtliche musik ausblenden und nur tratschen sollte… oder ob ich mich treiben lassen soll. ich entschied mich dann für zweiteres.

weil ich nicht zum wohnzimmer-floor kam, ging ich zum keller-floor. das was ich da gehört hatte, war schon leicht gruselig. die band „bergsteiger“ sang „wir san die bergsteiger, wir san die, schifoara“ und kurz dachte ich, ich wäre auf einer apres-ski-party gelandet. nichts gegen apres-ski-parties, aber ich hatte mit so einer art von musik nicht auf dem fm4 geburtstagsfest gerechnet. ich flüchtete schnell, es war mir ziemlich klar, dass das nicht meine musik sein würde.

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ich stolperte zur band „ende“ am badezimmerfloor, und der bandname brachte mich zum nachdenken: warum nennt man sich „ende“, das ist ja nicht googlebar. ich schaute einige takte zu und verließ auch dann diesen floor. es war so voll, die bühne so niedrig, ich zu spät und ganz hinten… ich konnte die musik in diesen rahmenbedingungen nicht genießen. aber das gehörte hat mir zumindest gefallen! das ist ja schon was!

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eine sehr lange zeit später war dann der wohnzimmerfloor wieder geöffnet. ich huschte dorthin, eigentlich nur um mich umzusehen, aber wenn ich schon mal da war, konnte ich auch auf den headliner des abends, voodoo jürgens, warten. meine wartezeit wurde versüßt von zwei damen, die mich ansprachen, weil sie glaubten ich würde zu ihrer freundesgruppe gehören. wir unterhielten uns supergut, und dann zog ich weiter, mittiger, um „voodoo jürgens“ in seiner vollen pracht auf der bühne zu begutachten.

und voodoo jürgens ist dann doch mehr meine musik. schöne hit-melodien, eine einzigartige person am mikro und das bühnenbild war auch ziemlich beeindruckend. allzu lang blieb ich auch dort nicht. ich war müde und irgendwann ist auch beim besten geburtstagsfest der moment gekommen, nach hause zu gehen.

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auf dem weg raus stieß ich dann auf „majan“ der auf dem keller-floor herumbouncte. es war richtig voll und die anwesenden wirkten sehr begeistert, aber wenn zu oft „baby“ gesungen wird… dann ergreife ich die flucht. und das tat ich dann auch.

das fm4 geburtstagsfest hat sich inhaltlich von mir entfernt (oder umgekehrt), aber die feste und die menschen sind immer noch großartig. außerdem schadet es nicht, sich auch mal frische künstler reinzuziehen. ich bereue nichts!

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