kalter dezember draußen, warme elektronik drinnen: caribou in der arena.

es war so: draussen war es eiskalt, ich war hundemüde und hatte so gar keine lust auf ein konzert. am liebsten hätte ich mich mit einer decke auf die couch gekuschelt und den abend verschlafen. aber ich hatte konzertticket und konzerttickets lässt man nicht verfallen. also machte ich den einzigen sinnvollen kompromiss für mich: gleich beim ankommen in der arena steuerte ich auf die stufen hinten im saal zu und reservierte mir sozusagen einen sitzplatz. stehen sollen die anderen mit mehr energie, dachte ich mir.

das konzert war ausverkauft, aber als ich zu beginn um mich herumblickte war so gut wie nichts los. man konnte sich frei bewegen, obwohl ich natürlich wusste, dass es sich im laufe des abends ändern würde. aber fürs ankommen und durchatmen war das richtig angenehm. auch während support-act kelbin spielte, war es noch relativ leer. blöd für ihn, besser für mich, denn ich sah selbst von meinem sitzplatz hervorragend auf sein dj-set und seine visuals. und die waren richtig schön, und die musik richtig ganzbar. es hatte sich angefühlt wie ein nachmittagsrave irgendwo auf einer wiese – gemütlich mitnicken, ohne aufmerksam zu sein und die wildesten dancemoves auszupacken.

irgendwann war es dann an der zeit für caribou und obwohl ich den mastermind hinter dem projekt, nämlich dan snaith, eh schon öfter live gesehen hatte, konnte ich mich kaum erinnern, wie ich die musik eigentlich finde. die erinnerung musste also dringend aufgefrischt werden. sehr bald war mir aber klar: ich liebe caribou. ich liebe caribou wirklich sehr. die elektronik-mukke brachte mich zum jubeln, die stimmung in der arena war ausgelassen und die visuals waren ein absoluter traum aus farben und rotierenden zeichen. ich hatte alles erwartet aber nicht so etwas feines, fröhliches, leichtes inmitten von dezember-stress und winter-schwere. caribou bescherten uns sowas wie urlaub für seele, sozusagen ein wärmender sonnenaufgang im wildesten graupelschauer.

die setlist samt ihrem spannungsbogen war perfekt: die ausgewählten songs bauten sich immer mehr auf und mündeten gegen ende immer mehr in eine party inklusive brodelnder menge. mich zog dieser auftritt regelrecht in den bann – auch die menschendichte trug dazu bei, dass sich der gig intim und nahbar anfühlte. in kombination mit den wunderbaren visuals schrie dieses konzert förmlich danach, sich als absolute perfektion in der erinnerung zu verankern. und das war auch nicht schwer, all die hits und die ekstase sorgten dafür, dass dieser abend in bester erinnerung gehalten wird (diesmal wirklich!).

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