mumford and sons brachten folk-nostalgie nach bologna.

was macht man, wenn man in bologna ist? richtig, man geht auch noch auf ein weiteres konzert, einen tag nach dem radiohead-spektakel. wir wählten the vaccines und mumford and sons in gleicher location, nämlich der unipol arena. spannend war das gleich mehrfach, denn ich wusste ja nicht, wo die bühne normalerweise steht und wie es abseits von radiohead-jüngern in bologna so abgeht.

als wir ankamen, war die halle ziemlich leer. ich konnte mir kaum vorstellen, dass es noch voller werden würde, denn wir waren nicht früh dran. das publikum war anders: auf eine eigene art obsessiv und leider unangenehm. am liebsten hätte jeder einen meter abstand gehabt, was ja nachvollziehbar ist, aber auf konzerten leider nicht funktioniert.

egal, ich war wegen der musik da. die kam prompt von support-band the vaccines. ich hatte die band bisher nur auf festivals gesehen, immer als highlight, und konnte mir kaum vorstellen, dass sie als support so viel power entwickeln würden. genau das machte das konzert absolut mitreißend. sie waren bereits ein highlight für sich, für das sich der weg schon gelohnt hatte.

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hauptband des abends waren mumford and sons, die ich eine halbe ewigkeit nicht mehr gesehen hatte. hatte mich das banjo irgendwann in der vergangenheit genervt, weil ich ihre konzerte nicht mehr besucht hatte? vielleicht. vielleicht wollte ich auch einfach platz für neue musik in meinem kopf machen. als die band auf die bühne kam, war ich überrascht: sänger marcus mumford wirkte viel schmäler, als ich ihn in erinnerung hatte. kurz dachte ich, es habe einen frontman-wechsel gegeben – aber nein, es war der gleiche.

das bühnenbild konnte natürlich nicht mit dem vom tag zuvor mithalten. die videoleinwand im hintergrund war nett, aber dieses weihnachtsbeleuchtungsgebilde an der decke sah seltsam aus. zum glück war es nicht permanent beleuchtet. als die ersten songs zu uns drangen, war ich trotzdem sofort in nostalgischer stimmung: ich mochte die band zu ihrer anfangszeit unheimlich gern, und ich wurde zurückversetzt in die zeit, als „little lion man“ im radio lief und ich die lautstärke aufdrehte.

die show war eine kleine achterbahnfahrt: mal stimmten songs und licht perfekt, mal gefiel mir beides nicht, manchmal gefiel mir nur die musik, aber nicht das drumherum. besonders gefallen haben mir der dezente einsatz von pyrotechnik und die riesige disco-kugel, die den raum in einen folk-rock-ballsaal verwandelte. akustisch spielten sie nur vereinzelt, meist gab es folk-hymnen, die den raum erfüllten.

zum abschluss kann ich sagen: absolut solides, schönes konzert. wenn das störende gebilde an der decke nicht gewesen wäre, hätte ich den abend noch ein bisschen mehr gefeiert.

Mumford & Sons Setlist Unipol Arena, Casalecchio di Reno, Italy 2025, Rushmere
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