wenn licht und musik sich finden: mogwai waren in der wiener arena.

es geht doch nichts über zweite chancen. es war nämlich so: ich hatte „mogwai“ zum ersten mal in selber location im jahr 2017 gesehen und verstand ihren post-rock damals so gar nicht. ich wollte es nun noch einmal versuchen, vielleicht hatte sich mein musikverständnis ja verändert?

eine zweite chance benötigte der support-act „kathryn joseph“ an jenem abend nicht. sie hatte ich bereits am blue bird festival im jahr 2019 gesehen und war damals schon ab der ersten sekunde großer fan. umso mehr freute ich mich, ihr endlich wieder lauschen zu dürfen. und es war wieder einmal toll, obwohl das setting ein ganz anderes war als 2019, wo sie allein am klavier saß.

diesmal trat sie mit einer zweiten person auf. es wurden keyboards und synthesizer eingesetzt, begleitet von einer lichtshow, die mich regelrecht umgeblasen hat. das konzert war intensiv, ihre stimme zitternd und einnehmend. am ende war ich einfach nur glücklich, diese tolle frau wieder live erlebt zu haben.

und dann war es an der zeit für die hauptband des abends, nämlich „mogwai„. was diesmal sofort auffiel? das licht. das bühnenlicht von oben, aber auch die leuchtstoffröhren rundherum. beim letzten mal gab es harte lichtwände, die abrupt endeten. diesmal wurde die band von den leuchten sanft umspielt.

die bühnenaufstellung war wie gewohnt leicht halbkreisförmig, sänger stuart braithwaite stand – ebenfalls wie immer – ganz am rand. den entscheidenden unterschied machten jedoch die lichtkomponenten, die diesmal perfekt abgestimmt waren und die musik unterstützten, statt sie zu überlagern.

auch diesmal wurde ich wieder mit dem genre post-rock konfrontiert und hatte zunächst angst, nichts zu verstehen. doch im gegensatz zu früher empfand ich diese musikrichtung diesmal überhaupt nicht mehr als langweilig, sondern als einnehmend. ich konnte mich darauf einlassen – vermutlich auch wegen des lichts und der abwechslungsreichen setlist. ich erinnerte mich daran, dass beim letzten konzert kaum gesungen wurde. diesmal jedoch war deutlich mehr stimme von stuart braithwaite zu hören. das mochte ich sehr, denn es gab den ausufernden stücken mehr melodie und tiefe. die nummern krallten sich dadurch viel stärker in meinem gedächtnis fest.

am ende war ich froh, mogwai eine zweite chance gegeben zu haben. mit zunehmendem alter hat sich mein eigenes musikverständnis tatsächlich verändert. es wäre schade gewesen, mogwai weiterhin unter „versteh ich nicht“ abzuspeichern. der eigene musikalische radius verändert sich ständig, und darüber bin ich sehr froh.

Mogwai Setlist Arena, Vienna, Austria 2025


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