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ich muss zugeben, so lange kenne ich die foals noch gar nicht. ein freund hat mich eher zufällig auf die band hingewiesen und nach dem anhören einiger songs, kam mir der ein oder andere bekannt vor, aber mir deswegen eine konzertkarte zu kaufen kam mir nicht in den sinn. zwar purzelte „mountain at my gates“ immer öfter in meine playlist und es gab sogar einen abend, an dem ich mir stundenlang das video immer und immer wieder ansah, aber auch da war ich eher von der filmtechnik als von der musik beeindruckt. alles was ich mir anhörte, ordnete ich unter durchschnittlichen, mittelmäßigen indie-rock ein.

der konzerttermin rückte näher und schließlich stellte ich mir doch die frage: hingehen oder zuhause bleiben? aber für eine mittelmäßige band über 30 euro zahlen? zuerst mal alle gewinnspiele aufüllen, die mir so unter die nase kamen. ausserdem dachte ich mir, ein kompromiss wäre eine billigere karte. es dauerte auch nicht lang und ich hatte preisverhandlungen laufen. gerade als diese in die endphase gingen und die tickets quasi auf dem weg zu mir waren, kam die facebookbenachrichtigung: glückwunsch, du hast 2 foals-tickets gewonnen! das schicksal wollte wohl dass ich unbedingt dort hingeh, nur hatte ich nun 4 tickets statt 2. auch dieses problem war schnell gelöst und dann konnte ja nichts mehr schief gehen.

der tag war da und mittlerweile hatte ich den eindruck, dass ganz wien im foals-fieber war. die schlange vorm gasometer war länger als je zuvor und mein gefühlt halber facebook-freundeskreis war vor ort. schnell rein in die halle, zurückgewiesen worden weil ich einen rucksack als handtasche benutzte, anderen eingang genommen und auf platz-suche gegangen. everything everything waren bereits am musizieren und ich erinnerte mich an ihr konzert anfang dezember. damals hatten sie große soundprobleme im flex, das gasometer schien diesmal auch nicht unbedingt der beste ort zu sein um sich von einer besseren seite zu zeigen und zu beweisen. aber irgendwie schafften sie es trotzdem, ihren art-pop-rock in der verlorenen akustik der gasometer-halle zu platzieren. zumindest hörten sich ihre letzten zwei songs „cough cough“ und „distant past“ unglaublich gut an – lag aber vielleicht auch daran, dass das die bekanntesten songs waren und sich diese nummern auch noch als meine lieblingssongs bezeichnen dürfen. mir hats auf jeden fall gefallen, auch wenn sie ein bisschen untergangen sind, im eher gedimmten vorband-scheinwerferlicht.

die halle wurde immer voller und zu recht fragte ich mich: ausverkauft oder nicht? meine erwartungen waren immer noch sehr niedrig, ich dachte immer noch, da kommt eine mittelmäßige indie-band auf die bühne mit einer mittelmäßigen, herzlosen show. bumm zack: mega intro, mega licht-show, mountain at my gates als zweiter song und ich nur so: woooooow, was geht da ab?! ich war so geflasht von diesem soundgewitter! aber vor allem war ich überrascht, dass sich alles so gut angehört hat – hat das gasometer still und heimlich die akustik perfektioniert oder hatten die foals einfach nur einen extrem guten tontechniker am start?!

es ging weiter und mit jedem song stieg meine begeisterung. denn sie bauten ihr set systematisch auf: es begann ruhig, locker und flockig leicht, mit sanften indie-tönen und artete dann teilweise in noise-hymnen aus, aber ohne melodien zu verlieren, sondern viel mehr zu intensivieren. für mich als foals-neuling war diese abwechslung, dieser spannungsbogen im set so unglaublich mitreissend, es zog mich richtig in den bann, und es war wirklich egal, ob ich die songs kannte oder nicht.

aber nicht nur das gehör wurde belohnt, auch visuell hatten die foals einiges zu bieten. nämlich einen schönen hintergrund und eine wirklich tolle, stimmige lichtshow, die den sound ins rechte licht rückten – im wahrsten sinne des wortes.

gut, sound und licht stimmten, und was war mit interaktion? auch die war top! zwar plapperte frontmann yannis philippakis nicht allzu viel, aber er ging trotzdem in seinen wenigen worten aufs publikum ein. und für die weiblichen besucher schüttete er sich ein paar mal die wasserflasche über sein lockiges haar – huiiii! aber das war nicht alles – zwar hab ich den move nicht gesehen, aber gehört und gelesen: mister philippakis crowdsurfte zur bar um sich ein schnapserl zu gönnen und crowdsurfte wieder zurück zur bühne. schade, dass ich genau in der falschen publikumshälfte gestanden bin.

wie auch immer, eines meiner highlights war auf jeden fall der song „inhaler“. der hatte so eine kraft und spiegelte das gesamte konzert nochmal wieder – nämlich mit ruhigem anfang und fulminantem ende! es war richtig schön sich bei diesem song fallen zu lassen und sich von der musik tragen zu lassen – mind-blowing! kurz verschwanden sie, ließen das publikum derart laut applaudieren und kamen für zwei zugaben nochmal zurück. „what went down“ und „two steps, twice“ wurden gespielt und nochmal richtig gefeiert. abschließend kann ich nur sagen: echt tolles konzert! gerne wieder!

hier gehts zur setlist: http://www.setlist.fm/setlist/foals/2016/gasometer-vienna-austria-2bf3f8be.html




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