genau so fühlt sich ein perfektes konzert an: good neighbours im flex.

sonntag-abend-konzerte sind ja immer so eine sache. eigentlich will man sich auf die kommende (arbeits)woche vorbereiten, zur ruhe kommen, vielleicht früher schlafen gehen. und nicht noch spätabends in einer venue stehen. aber wenn good neighbours aus england in der stadt sind, macht man eine ausnahme. ihre musik ist wie ein kleines gegenmittel zum alltag – leicht, euphorisch, fast schon schwerelos. und genau deshalb führte mich der weg an diesem abend ins flex.

kein konzert ohne vorband – fiio eröffnete den konzertabend. ich weiß, dass es aktuell einen hype um ihn gibt, aber für mich ordnete sich das eher in den modernen austro-pop-rock ein: gut gemacht, aber wenig überraschend und mit einem auftreten, das mich nicht ganz abgeholt hat. ich verstehe absolut, welches publikum darauf anspringt, und vielleicht hätte ich mich vor einigen jahren auch leichter begeistern lassen. so war es für mich eher ein fall von „more of the same“.

good neighbours hatte ich bereits 2024 in der metastadt gesehen und wusste daher, dass mir ihre songs mehr als nur liegen. trotzdem haben sie mich an diesem müden sonntagabend noch einmal komplett überrascht – vor allem in der art, wie schnell sie den raum für sich einnahmen. was für andere bands vielleicht eine herausforderung gewesen wäre, meisterte die britische band mit beeindruckender leichtigkeit.

mit viel hingabe, spürbarer freude und echter nähe zum publikum entstand schon nach wenigen minuten eine besondere atmosphäre. von ganz vorne bis nach hinten wurde getanzt und mitgegangen, und die ohnehin schon freundlichen gesichter verwandelten sich in immer breiteres grinsen. interaktion war hier kein programmpunkt, sondern etwas, das ganz selbstverständlich passiert ist. die band war ständig in bewegung, suchte den kontakt und übertrug ihre energie direkt ins publikum. stillstehen wurde zur ausnahme.

ein detail, das besonders herausstach, war die trommel vorne mittig auf der bühne. sie wurde gezielt eingesetzt, gab einzelnen momenten mehr tiefe, ließ songs größer wirken und verlieh ihnen stellenweise etwas fast schon hymnisches, ohne dabei aufdringlich zu sein.

die setlist war punktgenau aufgebaut. schon früh kam mit „ripple“ eines meiner persönlichen highlights. auch „people need people“ und „walk walk walk“ rissen sofort mit. die songs waren so positiv und leicht, dass man sich dem kaum entziehen konnte – gute laune war hier quasi vorprogrammiert. „keep it up“ entfaltete eine enorme eingängigkeit und größe, und „home“ war erwartungsgemäß der überragende höhepunkt. mit „daisies“ als zugabe wurden all diese gefühle noch einmal gebündelt und mit nach draußen gegeben.

das konzert hatte genau die richtige länge – nicht zu kurz, nicht zu lang – und war gefüllt mit hits, interaktion und spürbarer liebe zur musik. ich habe das flex selten so leicht, frei und glücklich verlassen. so dürfen sonntagabende gerne öfter enden!

Good Neighbours Setlist Flex, Vienna, Austria 2026, Blue Sky Mentality


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