einmal alles bitte: king gizzard & the lizard wizard sorgten für schönste reizüberflutung im gasometer!

ich war motiviert und gleichzeitig auch nicht: bei einem konzert von king gizzard & the lizard wizard kann alles passieren. und bei dem angekündigten rave-set erwartete ich genau das – alles und noch viel mehr. doch bevor ich mich in ihre klangwelt stürzen durfte, gab es noch den support-act maddie ashman auf die ohren.

sie eröffnete den abend mit sanfter, behutsamer musik und kämpfte dabei leider gegen ein altbekanntes konzertproblem: das redende publikum. ihre glasklare stimme war ein traum, ihre songs entfalteten sich stellenweise zu kleinen hymnen, die in eindrucksvollen cello-soli mündeten. doch trotz dieser schönheit der musik wollte ein teil der anwesenden einfach nicht aufhören zu tratschen. schade, denn wer zugehört hat, wurde mit einer feinen, sensiblen performance belohnt.

irgendwann war es an der zeit für king gizzard & the lizard wizard. gleich zu beginn überzeugten die visuals: bunt, einnehmend und unübersehbar. in der mitte der bühne thronte das massive rave-set-up, an dem vier bandmitglieder positioniert waren. dieses gebilde war ebenso beeindruckend wie dominant – vielleicht sogar ein wenig zu dominant. alles konzentrierte sich auf diesen einen punkt, bewegung auf der bühne blieb rar. zwar lösten sich die musiker hin und wieder von ihren stationen, meist aber standen sie dort, versunken im drücken und drehen tausender knöpfe. die fehlende bewegung auf der bühne wurde jedoch durch die visuals und die zusätzliche lichtshow gut kompensiert. das visuelle erlebnis verlieh dem set beinahe eine hypnotische qualität (und das im nüchternen zustand!).

während oben vergleichsweise wenig passierte, ging es im publikum umso wilder zu: crowdsurfen, moshpits, permanente bewegung. trotz des angekündigten rave-charakters wurde schnell klar, dass king gizzard & the lizard wizard im kern immer eine gitarrenband bleiben werden. die elektronische komponente war weniger durchgehend präsent als erwartet. was hingegen konstant war, waren die überlängen der songs: gespielt wurden nur wenige stücke, diese dafür in ausufernden, beinahe endlosen versionen.

wie lange das konzert am ende tatsächlich dauerte, weiß ich bis heute nicht. irgendwann – vermutlich nach drei stunden – verließen mich meine kräfte, und ich trat den heimweg an. die band spielte zu diesem zeitpunkt noch immer. aber gut, ich wusste, dass konzerte von king gizzard & the lizard wizard unberechenbar, intensiv und fordernd sind. zugleich sind sie voller schönheit, wenn man sich darauf einlässt. und ich habe mich eingelassen, so lange es ging. würde ich wieder eines ihrer ewig langen konzerte besuchen? na selbstverständlich!

King Gizzard & the Lizard Wizard Setlist Raiffeisen Halle im Gasometer, Vienna, Austria 2025, 2025 World Tour: Rave Shows
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