the lemon twigs im flex: gemütlich wie eine kuschelige pyjama-party!
wenn mir eine band superwichtig ist, dann bin ich immer schon bei einlass vor ort. so geschah es auch an jenem abend. nur: der einlass war nicht wie angekündigt um 19 uhr, sondern viel später. als ich und die lange schlange hinter mir endlich ins flex gelassen wurden, stürmte ich sofort in die erste reihe. wobei „stürmen“ vielleicht etwas übertrieben ist. ich bin eher gemütlich nach vorne spaziert.
zum glück kam die support-band plastic family ziemlich bald auf die bühne. auf den ersten blick wirkte die band ziemlich cool mit ihrem pop-rock-country-musik-gemisch. außerdem hatten sie eine sehr gute sängerin und musikerin im bunde. irgendwann bemerkte ich allerdings, dass die musikalischen harmonien nicht immer ganz rund waren und sich die songs für mich zunehmend ähnlich anhörten. vielleicht lag es aber auch einfach daran, dass ich mit ihrem schaffen bisher nicht besonders vertraut war.
kurz nach 21 uhr ging es dann mit the lemon twigs los. und irgendwie ging mein herz sofort auf, als die beiden brüder mit ihrer band die bühne betraten und „my golden years“ anstimmten. es fühlte sich einfach so an, als würden sie uns anhand ihrer musik mitteilen, dass alles irgendwann gut wird. ich fühlte mich von diesem song regelrecht umarmt. diese wärme, dieser charme … ich wollte weinen, weil ich es so schön fand.
ähnlich ging es weiter. auch wenn nicht jedes musikstück diese wärme ausstrahlte, füllten sie den raum immer mit ganz viel energie. auswüchse dieser energie? die bühnensprünge! immer wieder wurde zwischendurch in die höhe gehüpft und posiert, und ich liebte alles daran. auch wenn die mienen manchmal ernst und konzentriert blieben, war es ihre musik, die uns durch und durch glücklich machte. mich zumindest, und die menschen rundherum offensichtlich auch.
einmal wechselte einer der brüder ans schlagzeug, und diese variationen innerhalb der band zu sehen, war einfach unbeschreiblich. noch mehr energie, noch mehr spielfreude. ich fühlte mich durchgehend wie auf einer sixties-mukke-wolke und träumte von bunten schlaghosen.
das verrückte war auch, dass sich die songs fast durchgehend wie richtig arge ohrwurm-hits anhörten. wie kann eine band überhaupt so viele gute lieder komponieren? und dann konnten sie auch noch ruhig und andächtig: „corner of my eye“ in einer akustik-version brachte mich fast um den verstand. wie kann musik so wunderschön sein!?!
es war jedenfalls mein mittlerweile drittes the lemon twigs-konzert und ich muss sagen, dass ich mich jedes mal ein bisschen mehr in die band verliebe. die schönen songs, die bühnensprünge, die spielfreude, die wärme … ein the lemon twigs-konzert ist ein bisschen wie eine kuschelige pyjama-party: man kann tanzen, aber man hat es gleichzeitig auch gemütlich. und genau so fühlen sich die gigs der brüder an. gerne immer wieder!!










