hayden arp im loft: ohrwürmer und kaugummis.

ich hatte an jenem samstag bereits einen spätnachmittagsschlaf hinter mir und war überhaupt nicht in der stimmung für ein konzert. ich wärmte mir danach die reste von meinem mittagessen und dachte dann: irgendwie würd ich schon gern auf einen sprung ins loft. irgendwie würd ich gern nochmal so spontan sein, wie ich es mitte zwanzig war. und dann beschloss ich einfach, zu essen, mich fertig zu machen und einfach ins gürtellokal zu fahren. der eintritt war frei, ich hatte nichts zu verlieren.

als ich ankam, war das loft relativ leer, obwohl der erste act des abends, nämlich ian fisher, eigentlich schon auf der bühne hätte stehen sollen. es dauerte noch einige minuten, bis er dann erschien. und mit ihm kamen auch mehr leute.

er stand auf einem podest (um größer zu sein), spielte allein auf seiner gitarre und schmetterte uns seine knarzige singer/songwriter-stimme entgegen. einige songs fand ich wirklich schön, bei anderen fehlte mir der schwung. zu irgendeinem zeitpunkt nahm er dann songwünsche aus dem publikum entgegen, viele konnte er aber nicht spielen. ian fisher ist auch mitglied der band „nowhere train“ und ich muss schon sagen, über die gewünschten nowhere-train-hits hätte ich mich schon gefreut. zweimal holte er auch ein paar menschen auf die bühne, um mit ihm zu singen (darunter 2x hayden arp). alles in allem war es ein nettes set.

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kurze zeit später kam dann der hauptgrund für meinen spontanen ausflug auf die bühne: hayden arp. im zuge meiner recherche nach hits von künstlern mit lebensmittelpunkt in österreich bin ich endlich wieder auf ihn gestoßen und freute mich schon sehr auf den auftritt.

und tatsächlich war dann dieser auftritt so viel mehr, als ich erwartet hatte. es gab songs, die nach amerikanischen teenie-filmen klangen (und solche ohrwürmer waren!!), etwas später kamen ruhigere songs, die so schön reduziert und am punkt waren. ich wollte nicht, dass die songs enden. und wenn sie enden mussten, hoffte ich auf weitere ohrwürmer. und so geschah es!

bevor wir den aktuellen hit „well wisher, wet kisser“ hören durften, gab es einen kaugummi-blase-machen-contest! was für eine kreative idee! als danach sein neuester ohrwurm erklang, war die menge nicht mehr zu bändigen. die zuschauerzahl war noch viel größer geworden und alle tanzten. und dann folgte sein wirklich allerbester song: „coming up for air“. das war plötzlich kein gewöhnlicher mini-gig mehr, das war ein echtes konzerthighlight. denn: als die band bereits aufgehört hatte zu spielen, sang das publikum noch weiter – und das ist ja mal wirklich ein qualitätsmerkmal.

generell hat mir mein erstes hayden-arp-konzert extrem gut gefallen (ja, da werden sicher noch viele folgen!) – seine sehr eigene stimmfarbe und das kreative, ohrwurmlastige songwriting machten einfach spaß. hätte es eine vinyl zu kaufen gegeben (und hätte ich noch einen schein mehr eingesteckt gehabt), hätte ich mir eine platte gekauft (auch das ist ein qualitätsmerkmal!). am ende war ich froh, dass ich rausgegangen war und so ein tolles konzert erlebt hatte.

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