Warning: Trying to access array offset on false in /home/.sites/208/site5315155/web/wp-content/plugins/wp-social-sharing/includes/class-public.php on line 81
Warning: Trying to access array offset on false in /home/.sites/208/site5315155/web/wp-content/plugins/wp-social-sharing/includes/class-public.php on line 81

regen, regen, regen! nicht gerade die besten voraussetzungen für ein open air event wie dem donauinselfest. dennoch trauten sich einige leute aus dem haus um dem letzten tag des spektakels beizuwohnen. am ende durfte man sich sogar über ein paar klitzekleine sonnenstrahlen freuen.

was ich in meinem leben bisher gelernt habe: investiere einmal in gute regenbekleidung, also jacke sowie schuhe, und es gibt nie wieder schlechtes wetter! als ich meine wohnung verließ, regnete es in strömen. aber ich war mit wetterfester kleidung ausgestattet und in bester hoffnung, dass es ja nicht den ganzen tag regnen konnte. optimismus, baby!

als ich bei der fm4/planet.tt-stage ankam, waren „please madame“ gerade dabei, ihre weissen hemden zu präsentieren, die instrumente aufs heftigste zu strapazieren, töne zu fabrizieren und dem sehr tapferen, in regenponchos-gekleidetem publikum ein lächeln zu entlocken. und das gelang ihnen sehr gut. „wenn ihr schon da seid, könnt ihr auch mitmachen! klatschen! alle!“ forderte sänger dominik die anwesenden auf und jeder machte mit. man hatte ja eigentlich auch keine andere wahl. früher oder später musste man sich eingestehen, dass please madame eine verdammt gute indie-rock-show hingelegt hatten und es schade war, dass nicht mehr leute zu früher stunde zum donauinselfest gepilgert sind.

pleasemadame1

auf den nächsten act „m.p.“ war ich sehr gespannt. bereits vor einem jahr sah ich ihn auf dem nova rock festival und war nicht sehr erfreut über seinen auftritt (immer mit dem rücken zum publikum usw). wie sich das ganze nun wohl verändert hatte? das galt es rauszufinden.

was schon mal positiv anzumerken ist: er ist zu einer regelrechten hit-maschine geworden. so ziemlich alle seine songs klingen fresh, international und bleiben im ohr, selbst wenn man sie zum ersten mal hört. dieses tatsache half ihm auch bei seinem auftritt: wenn er etwas gedankenverloren versuchte die zeit bis zum nächsten gesangspart zu überbrücken, drehte man ihm trotzdem nicht den rücken zu, denn meistens war der gespielte song einfach viel zu gut. ebenfalls sehr gut waren seine ansagen, daran dürfte er wirklich gearbeitet haben. selbstsicher konnte er sein publikum unterhalten, er wirkte wie der coolste typ der welt, ja fast schon wie ein entertainer.

aber er kämpfte immer noch mit einem problem, das viele künstler haben, die ähnliche musik machen und eher im producing als im performing zuhause sind: was soll man bei langen instrumentalen stellen machen? auf der bühne auf und abgehen? wohin soll man schauen? und was soll man mit den händen machen? wie soll der gesichtsausdruck sein? so toll die zwischenansagen und sein auftreten waren, so unsicher wirkte m.p. während dieser unvermeidlichen gesangspausen, die ihm seine musik aufs auge drückte. vermutlich muss für solche pausen noch irgendwas erfunden werden, oder er muss auf der bühne herumkraxeln und vermutlich auch ein bisschen vor einem spiegel üben.

oh, und bevor ich’s vergess: sophie lindinger von leyya war auch für einen song auf der bühne und durfte mit ihrer stimme betören. das war schön und ein kleines highlight am letzten donauinselfest-tag. ausserdem war der regen inzwischen weg, yay!

mp3
mp9

sie war vermutlich die künstlerin, auf die alle gewartet hatten: „k.flay„! der geübte fm4-hörer kannte die quirlige amerikanerin natürlich aus dem fm4-programm, alle anderen lernten die dame mit der starken, tiefen stimme dann während ihrer sehr ansprechenden performance kennen. die anfänglichen ton-probleme waren schnell vergessen, denn ihre bewegungen raubten den menschen vor der bühne den atem. sie sprang herum, wirbelte ihr haar, blickte mal lasziv und dann wieder verspielt und glänzte vor allem mit ihren hervorragenden nummern.

wer noch nicht fan war, war es spätestens nach ihrem auftritt. es war fast ein bisschen unfassbar, dass so eine wahnsinnig talentierte künstlerin am späten nachmittag über die bühne fegte. aber immerhin waren wir alle beim beginn von etwas großem dabei. passiert ja auch nicht alle tage.

kflay2
kflay3

und dann kamen „fm belfast“ auf die bühne gehuscht. ich glaube niemanden war bewusst, was da auf uns zukommen würde. mittlerweile war auch die sonne am start und lieferte beste voraussetzungen für einen heppi-peppi-auftritt der isländischen elektro-pop-band.

extraordinär zeigten sie sich, ein bisschen in ihren outfits aber am meisten in ihrem erscheinen. waren es zu beginn eher nur außergewöhnliche bewegungen, setzten sie später auf glitzerfarbene puschel und färbige luftschlangen. herumhüpfen, ausflippen, verrückteste posen einnehmen: der auftritt von fm belfast war ein fest für die sinne. gekrönt wurde die party-performance mit einem stage-dive, der nicht leidenschaftlicher hätte sein können.

fmbelfast17
fmbelfast15
fmbelfast3
fmbelfast12
fmbelafast19

garish sind grundsätzlich wirklich super, aber der slot am donauinselfest war völlig unpassend. der slot war eingemauert in partyekstase. und wenn man auf einer party ist, möchte man nicht auf dem kuschelrockfloor sanft hin und her schwingen, wenn man gerade noch in einem konfettiregen zum lieblingssong limbo getanzt hat.

zwar versammelten sich die garish-anhänger brav vor der bühne und wippten zu den ruhigen tönen mit, aber trotzdem hatte zumindest ich immer das gefühl, das passt nicht, garish waren fehl am platz. was mir ehrlich leid tat, weil ich die songs wirklich gern mag und es auch schön war, diesen anspruchsvollen, soften indie-tönen in der abenddämmerung zu lauschen. aber was bringt es, wenn gefühlt nur ein drittel dem auftritt aufmerksamkeit schenkten? das duett mit mira lukovacs ging völlig unter im desinteresse der meisten anwesenden. und als dann auch noch angekündigt wurde, noch ein bisschen ruhiger zu werden, ging ich auf nahrungssuche – garish, ich mag euch, aber ein fest(ival) braucht schwungvolles und nicht einschläferndes.

garish12
garish3
garish7
garish8

nach dem konzert von garish trudelten alle ein. ein menschenmeer war da plötzlich. unaufhaltsam. denn „dub fx“ war als nächstes an der reihe und zog die menschen in goa-hosen an wie das licht die mücken. es war unglaublich wie voll es wurde!

„dub fx“ ist ein australischer beatboxer und looping-artist. und das stelle er zu beginn sofort unter beweis. mal im reggae angesiedelt, übergehend zum drum and bass und dubstep, bediente er sich gefühlt allen musikgenres. mit seiner leicht quietschigen stimme legte er lyrics über seine tanzbaren produktionen. und später stieß dann auch noch ein saxophonist dazu.

von vorne bis hinten gab es keinen platz mehr, alle tanzten angeregt zu den beats. irgendwann mitten im set machte ich mich auf den heimweg, immerhin war es sonntag abend und der nächste tag war ein arbeitstag. da kann man nicht bis in alle ewigkeiten verweilen. dennoch: guter abschluss für ein sehr abwechslungsreiches line up an drei tagen auf der fm4/planet.tt-bühne auf dem donauinselfest.

dubfx2
dubfx3
dubfx1

Kommentar verfassen

Diese Website benutzt Google Analytics. Bitte klicke hier wenn Du nicht möchtest dass Analytics Dein Surfverhalten mitverfolgt. Hier klicken um dich auszutragen.